Apfelwissen zum Reinbeißen – und jede Menge Gesprächsstoff

veröffentlicht 29.09.2026, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Nachhaltigkeitstresen in der Binger Innenstadt lockt mit Apfelkuchen, Expertenwissen und einer gut besetzten Kaffeetafel

Apfelkuchen auf den Tellern, Kaffee in den Tassen und mittendrin jede Menge Gesprächsstoff: Der Binger Nachhaltigkeitstresen bot in diesem Jahr wieder eine gelungene Kombination aus gelebter lebendiger Gemeinschaft für alle und fundierter Information. Dieses Mal drehte sich fast alles um den Apfel. Unter dem Motto „Apfelwissen zum Reinbeißen“ hatten das Evangelische Dekanat Ingelheim-Oppenheim, die Stadt Bingen, die Volkshochschule Bingen, Churches for Future, der EineWelt-Laden Bingen, das Nabu und der BUND als Kooperationspartner in die Binger Innenstadt eingeladen – und die Mischung aus Probieren, Informieren und Miteinander-ins-Gespräch-kommen stieß auf großes Interesse.

Am Stand aber besonders gefragt war Michael Gottschalk. Als Obstbauer kennt er sich mit Äpfeln und ihren unterschiedlichen Sorten, von denen er natürlich auch Kostproben zum Anbeißen bereit hielt, bestens aus. Immer wieder kamen Besucherinnen und Besucher mit ihm ins Gespräch: Welche Sorte eignet sich für Saft, welche für Kuchen? Welche Äpfel wachsen in der Region? Und was unterscheidet die einzelnen Sorten eigentlich voneinander? Schnell zeigte sich, dass hinter dem scheinbar alltäglichen Apfel eine erstaunliche Vielfalt steckt.

Für Pfarrer Christian Brost, Referent für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim, passt genau die gelungene Kombination von Expertenwissen, Verbraucherbefragung und Unterhaltung zum Anliegen der Veranstaltung. „Nur indem wir eine positive Vision von der Transformation haben und gemeinsam mit anderen an ihrer Umsetzung arbeiten, können wir das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 erreichen“, ist der Theologe überzeugt. Beim Nachhaltigkeitstresen wurde daraus etwas ganz Praktisches: Platz nehmen, Kuchen probieren, Fragen stellen und miteinander darüber reden, was Nachhaltigkeit im Alltag bedeuten kann.

Natürlich blieb es nicht beim Reden. Auf der langen Kaffeetafel standen verschiedene Apfelkuchen zum Probieren bereit, dazu wurde Kaffee, den das Team des EineWelt-Ladens dankenswerter Weise permanent „nachlieferte“, ausgeschenkt. Passende Apfelkuchenrezepte hingen gleich mit aus – und wer wollte, konnte sich nebenbei mit Informationsmaterial versorgen. Viele Gäste nahmen an der Tafel Platz, kamen miteinander ins Gespräch und blieben länger als nur für ein schnelles Stück Kuchen.

Auch rund um die Kaffeetafel gab es einiges zu entdecken. Churches For Future Bingen war mit einem eigenen Infostand vertreten, die vhs Bingen hatte ihren Podcaster mitgebracht. Gemeinsam mit der Fairtrade Stadt Bingen, dem Weltladen und dem BUND gestalteten die Beteiligten ein Angebot, bei dem Nachhaltigkeit nicht theoretisch blieb, sondern ganz konkret erfahrbar wurde.

Für das Evangelische Dekanat ist genau das ein wichtiger Teil des Formats: Menschen mitten in der Stadt anzusprechen und Themen wie Klimaschutz, regionale Lebensmittel und einen bewussten Umgang mit Ressourcen dorthin zu bringen, wo Alltag stattfindet. Dass das an diesem Samstag gelungen ist, ließ sich schon an der gut besetzten Kaffeetafel ablesen.

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